Am Mittwoch, dem 18. März 2026, erlebten die Glaubensgeschwister der Gemeinde Bottrop-Boy gemeinsam mit den Gemeinden Bottrop-Mitte und Bottrop-Kirchhellen einen besonderen Gottesdienst, den Apostel Thorsten Zisowski durchführte. Bereits im Vorfeld war die Freude groß, diesen Gottesdienst im Gemeindeverbund zu erleben. In diesem Gottesdienst wurden drei Diakoninnen und ein Diakon ordiniert.
„Hast du es zuerst mit Gott besprochen?“
Zu Beginn des Gottesdienstes knüpfte der Apostel zunächst an einen Gedanken aus dem Gottesdienst von Stammapostel Schneider am 09. März 2025 in Bottrop an und erinnerte an die Frage: „Hast du es zuerst mit Gott besprochen?“
Damit werde deutlich, wie wichtig es sei, Gott in alle Lebenslagen einzubeziehen – auch wenn wir mit Dingen nicht einverstanden, damit unzufrieden oder darüber gar verärgert sind.
„Vater, verherrliche deinen Namen!”
Als Grundlage für den Mittwochsgottesdienst diente das Bibelwort aus Johannes 12,27.28: „Jetzt ist meine Seele voll Unruhe. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen.”
Das Bibelwort ordnete Apostel Zisowski in die Passionszeit ein: Jesus befand sich in der Woche vor dem Passahfest in Jerusalem und wusste um das, was auf ihn zukam.
Er betonte, dass Jesus „wahrer Mensch und wahrer Gott“ war – und als Mensch die Angst, Unruhe und Schmerzen tatsächlich erlebte. Dennoch wich er seinem Auftrag nicht aus. Statt um Befreiung zu bitten, sprach er: „Vater, verherrliche deinen Namen.“
Gerade darin zeigte sich die eigentliche Verherrlichung Gottes:
- Jesus stellte nicht seinen eigenen Willen, sondern den Willen Gottes in den Mittelpunkt
- Er verzichtete auf Anklage, Groll und Hass – selbst unter Qual, Verachtung, Hohn, Spott, Leid und Schmerz
- Er trat fürbittend selbst für die ein, die ihm Leid zufügten
- Er zeigte keine Verärgerung gegenüber seinen Jüngern
Diese Haltung, so der Apostel, sei möglich gewesen aus der tiefen Verbindung zu Gott.
Was bedeutet „Verherrlichung Gottes“ für uns?
Auch wir kennen Situationen, in denen wir empfinden: „Jetzt ist meine Seele voll Unruhe.“
Gott hat nicht versprochen, Sorgen, Krankheit oder Ungewissheit von uns fernzuhalten. Verherrlichung Gottes geschieht heute durch uns dort, wo wir:
- in ungewünschten Verhältnissen nicht zweifeln oder klagen, sondern die Verbindung zu Gott suchen,
- die Liebe zum Nächsten nicht aufgeben,
- uns im Gebet ganz Gott anvertrauen.
„Unsere Treue und Liebe zu Gott sind unverhandelbar im Wissen, dass Gott Verhältnisse ändern kann. Wir haben die Zusage Gottes, dass er bei uns ist“, so der Apostel.
Zugleich erinnerte der Apostel daran, dass Gott uns bereits „verherrlicht“ hat: in der Heiligen Wassertaufe, der Heiligen Versiegelung, der Konfirmation und im Empfang von Amtsgaben.
Auch die Vergebung der Sünden ist immer wieder ein Moment dieser Verherrlichung.
Predigtbeitrag: „Hast du es Gott schon gesagt?“
Nach dem Chorlied „Meinen Frieden gebe ich euch“ griff Gemeindevorsteher Kai Simon den Gedanken aus dem Gottesdienst unseres Stammapostels in Bottrop am 09. März 2025 erneut auf.
Mit der Frage „Hast du es Gott schon gesagt?“ unterstrich er unsere persönliche Beziehung zu Gott. Diese Beziehung ermöglicht es, dem himmlischen Vater das Herz zu öffnen – auch in schwierigen Lebenslagen.
Er erinnerte daran:
- Gottes Friede wirkt auf einer höheren Ebene,
- In Schwierigkeiten können wir uns ins Gebet flüchten
- „Segen ist, was meine Beziehung zu Gott stärkt, uns ihm näherbringt und vertrauensvoll erleben lässt, dass er uns nicht aus seiner Hand fallen lässt“.
Trost und Ermutigung
In der Vorbereitung auf Sündenvergebung und Heiliges Abendmahl spendete der Apostel Trost: Auch wenn wir nach Jahren scheinbar erfolglos ringen und meinen, unsere Lektion nicht gelernt zu haben, gilt dennoch: „Gott gibt uns nicht auf!“
Ordination
Ein besonderer Höhepunkt des Gottesdienstes waren mehrere Ordinationen:
- Für die Gemeinde Bottrop-Mitte wurden Christiane Wojtusch und Rebecca Kassner als Diakoninnen ordiniert.
- Für die Gemeinde Oberhausen-Mitte wurden Claudia Fischbach als Diakonin und Björn Fischbach als Diakon ordiniert.
In seiner Ansprache betonte Apostel Zisowski, dass mit der Ordination die Persönlichkeitsmerkmale nicht abgelegt, sondern bewusst in den Dienst eingesetzt werden sollen. Besonders bewegend war dabei die gleichzeitige Ordination von Mutter und Sohn.
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