Gottesdienste mit Gemeindevorsteher Klaus Brüggemann verlaufen oftmals erfrischend anders. Das erlebte die Gemeinde Oberhausen-Mitte erneut am Sonntag, dem 27. Januar 2019. Spendung der Heiligen Wassertaufe für Elisa - so stand es in der Planung für diesen Sonntag. Die Durchführung der Taufhandlung benötigte aber einen doppelten Anlauf!
Das Wort vom Kreuz
Zunächst schilderte Evangelist Brüggemann im Gottesdienst das Evangelium berührend und beeindruckend als "Wort und Kraft, die vom Kreuz ausgeht". Die Bedeutung des Kreuzes für den christlich gläubigen Menschen werde im Lied "Der am Kreuz ist meine Liebe" (Gesangbuch Nr. 46) so treffend ausgedrückt. Jesus Christus ist am Kreuz gestorben - das bedeutet für unseren Glauben Erlösung. Dann aber ist er auferstanden - das bedeutet für unseren Glauben alles!
Die Taufe – ein von Jesus gegebenes Vermächtnis
Am Ende seines Erdenlebens hat Jesus gesagt, wie es weitergehen soll. Im Matthäusevangelium (Kapitel 28, Vers 19) heisst es unter anderem: "Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes". Damit leitete Evangelist Brüggemann nach dem gemeinsam gesprochenen Gebet des "Unser Vater" und der ausgesprochenen Sündenvergebung über zur Empfangnahme des Sakramentes der Heiligen Wassertaufe.
Taufe - Erster Versuch
Der Jugendchor MiM (Musik in Mitte) empfing die Eltern Alena und Stefan mit ihrer Tochter Elisa vor dem Altar mit dem Liedvortrag "Mögen Engel dich begleiten auf dem Weg, der vor dir liegt, und dir immer zeigen, dass dich Gott unendlich liebt".
Elisa begann "mitzusingen". Und sie sang weiter und weiter, auch als der Liedvortrag längst beendet war. Ganz unkonventionell schlug Klaus Brüggemann deshalb den Eltern eine Beruhigungspause vor. Für die Drei ging es zurück in den Eltern-Kind-Raum. Ein Liedvortrag überbrückte die Pause. Dann konnte die Taufhandlung beginnen.
Taufe - Zweiter Anlauf
"Nicht die Tradition, sondern lebendiger Glaube ist es, der uns hier am Altar zusammengeführt hat", begrüßte der Gemeindevorsteher die junge Familie. Die Taufe sei zunächst etwas Sichtbares mit den vier Personen, die am Altar stehen, der mit Wasser gefüllten Taufschale und der liturgischen Formel, mit der die Taufe erfolge. "Aber Taufe nur auf das Sichtbare zu reduzieren", so der Dienstleiter, "wäre Tradition. Viel bedeutender ist das Unsichtbare. Mit der Taufe nimmt Gott den Menschen in seinen Bund auf. Nicht sichtbar, aber so unendlich groß und bedeutend, dass ich wünschte, wir könnten das jetzt alle sehen."
Wünsche für Elisa
„Was wünschen wir dem Kind?“ fragte Evangelist Brüggemann. „Nach dem Gottesdienst werden viele Glückwünsche ausgesprochen. Alle werden Elisa ein gutes und glückliches Leben wünschen. Ich habe mich gefragt, was ich Elisa für ihr Glaubensleben wünsche und habe eine schöne Antwort über den Vornamen des Vaters – Stefan - gefunden. Stephanus, der biblisch bekannte Diakon, hatte einen so starken Glauben, dass er ab und an den Himmel offen und die Herrlichkeit Gottes sehen konnte. Ab und an den Himmel offen und die Herrlichkeit Gottes sehen können - das ist es, was ich Elisa für ihr Glaubensleben wünschen möchte. Damit sie ein wunderschönes Glaubensleben hat!"
Es folgte die liturgische Handlung der Spendung der Heiligen Wassertaufe mit anschließendem Segensgebet und nach dem Gottesdienst viele gute Wünsche für Elisa und ihre Eltern.
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