Apostel Wilhelm Hoyer besuchte die Gemeinde, zu der auch die Mitglieder aus Oberhausen-Schmachtendorf eingeladen waren.
Dem Abendgottesdienst am Mittwoch legte Apostel Wilhelm Hoyer das Wort aus Matthäus, Kapitel 20, Vers 13 zugrunde, welches unter dem Gedanken "Gleicher Lohn: ewiges Leben" stand: "Er antwortete aber und sagte zu einem von ihnen: Mein Freund, ich tu dir nicht Unrecht. Bist du nicht mit mir einig geworden über einen Silbergroschen?"
Hoffnung und Zuversicht
Der Gemeindechor sang nach dem Vorlesen des Bibelwortes das Lied "Herr, mein Gott" (Chorbuch Nr. 203), welches mit dem Satz endet: "Herr, du bist mein Fels und meine Hoffnung und meine Zuversicht."
Diesen letzten Satz nahm Apostel Hoyer zu Beginn seiner Predigt auf und wünschte allen, dass sie den Gottesdienst mit Zuversicht verlassen. Er sagte weiter, dass der Glaube eine feste Zuversicht ist und stellte die Frage an die Gemeinde: „Worin besteht Deine Hoffnung? Möge keiner Zweifel haben, dass der Herr, unser Gott nicht unter uns sei.“
Von den Arbeitern im Weinberg
Der Hausherr des Weinbergs ging aus, Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben und wurde schnell mit ihnen über einen Silbergroschen als Tageslohn einig. Er ging aus zur dritten, sechsten, neunten und elften Stunde, was nach heutiger Zeitrechnung, neun, zwölf, fünfzehn und siebzehn Uhr entspricht, um immer wieder einzuladen, in seinem Weinberg zu arbeiten und sprach zu ihnen: "Geht ihr auch hin in den Weinberg".
Als der Abend anbrach, es war die zwölfte Stunde, also achtzehn Uhr, bat er seinen Verwalter die Arbeiter zu rufen, um den Lohn auszuzahlen. Jeder bekam den vereinbarten Silbergroschen; egal ob er eine oder neun Stunden gearbeitet hatte. „Wir erkennen, dass die Maßstäbe Gottes anders als die des Menschen sind. Wir würden das Leistungsprinzip als ungerecht ansehen. Bei diesem Gleichnis geht's nicht um menschliche, sondern um göttliche Maßstäbe. Der ‚Silbergroschen‘ ist der Eintritt in die ewige Gemeinschaft mit Gott‘, so Apostel Hoyer.
Ferner sagte er, dass Gott unterschiedslos seine Güte schenkt, es ist die Fülle seiner Herrlichkeit und diese sei nicht zu steigern.
Letzte Gedanken des scheidenden Gemeindeleiters
Priester Gerd Oberndörfer ließ in seinen letzten Worten jeden Anwesenden in sein Herz schauen. Er sei immer beeindruckt gewesen - so auch jetzt -, wenn er in die Augen der Glaubensgeschwister schauen durfte. Eine Aussage habe bei der Predigt des Apostels vor seiner Seele gestanden: Der Mensch denkt und Gott, unser himmlischer Vater, lenkt. Gott möchte, dass alle Sieger sind und deshalb erhalten alle den gleichen Lohn. Dieser Lohn sei kein Leid, keine Schmerzen und kein Geschrei, sondern Zuversicht.
Inruhesetzung und Beauftragung
Nach der Feier des heiligen Abendmahls bat Apostel Hoyer Priester Gerd Oberndörfer und Priester Jörg Münch aus der Gemeinde Oberhausen-Schmachtendorf an den Altar. Zunächst richtete er seine Ansprache an Priester Oberndörfer und dankte ihm für seinen Einsatz in den letzten Jahren. Priester Oberndörfer war durch Apostel Hoyer am 27. August 1998 als Vorsteher für die Gemeinde Oberhausen-Sterkrade beauftagt worden. Apostel Hoyer charakterisierte ihn als eine Persönlichkeit, die sich durch Großzügigkeit, Höflichkeit und Freundlichkeit auszeichnet. Er dankte ihn für sein großes, warmes und liebes Herz.
Priester Jörg Münch beauftragte er, zukünftig als Vorsteher für die Gemeinde Oberhausen-Sterkrade zu dienen und gab ihm drei markante Merkmale mit auf den Weg:
- Seelsorge ist genauso wichtig wie das Predigen!
- Lass uns immer darauf achten, im Sturm keine Schwäche, sondern Stärke zu beweisen und die Gemeinde und Amtsträger mit der Liebe Schutz geben.
- Habe keine quantitativen Ziele im Fokus, lass uns den Willen unseres himmlischen Vaters tun und nicht das predigen, was Menschen hören wollen, sondern was Gott unser himmlischer Vater der Gemeinde sagen will.
Nach Beendigung des Gottesdienstes hatten alle die Möglichkeit, sich zu verabschieden.
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