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Neuer Gemeindevorsteher für Oberhausen-Mitte beauftragt

 

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten besuchte Apostel Thorsten Zisowski die Gemeinde in Oberhausen-Mitte.

"Im August war ich aus sehr traurigem Anlass hier, zur Trauerfeier eures langjährigen Vorstehers, Evangelist Klaus Brüggemann. Der heutige Termin war lange geplant. Auch bei Gott. Denn auch wenn die Trauer noch groß ist, muss es weitergehen. Und deshalb wird mit Priester Daniel Kabuth heute ein neuer Vorsteher für die Gemeinde beauftragt werden", so Apostel Zisowski. Diese neue Beauftragung war zentrales Geschehen im Gottesdienst.

Frucht und Unkraut - beides entwickelt sich

Zunächst aber erlebten die fast 500 Teilnehmer aus den Gemeinden Oberhausen-Mitte, Oberhausen-Buschhausen und Mülheim an der Ruhr den Gottesdienst.

Zugrunde gelegt war das Bibelwort aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 13, die Verse 24-26: „Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Als aber die Leute schliefen, kam der Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Als nun die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut.“

Jesus hat zum besseren Verständnis oft in Gleichnissen gesprochen und den Menschen in Bildern die göttliche Sichtweise erklärt. Dieses Gleichnis macht deutlich, dass neben gutem Samen auch immer Unkraut da ist, welches in diesem Beispiel sogar vom Feind ausgesät wird.

Im weiteren Verlauf des Gleichnisses wollten die Knechte, die über die Tat des Feindes erbost waren, das Unkraut ausjäten. Aber der Hausherr blieb gelassen und hieß sie, auch das Unkraut wachsen zu lassen, damit beim Jäten die gute Frucht nicht auch zerstört würde. "Wenn die Erntezeit gekommen ist, dann werden wir es trennen".

Apostel Zisowski erläuterte, dass Gott der gesamten Menschheit einen freien Willen gegeben hat und diesen freien Willen immer akzeptiert. Deshalb kommt auch viel Ungutes in die Welt; Gott verwehrt es nicht.

Ungutes in der eigenen Seele

"Braucht es denn überhaupt kein Unkrautjäten?", fragte er. "Doch, in der eigenen Seele, da sind wir aufgefordert zu jäten. Denn auch wir sind mit diesem freien Willen ausgestattet, und auch in unserer Seele entwickelt sich manches Mal Ungutes. Aber das Ungute in der Welt war immer und bleibt immer - erst zur Ernte wird Gott es von dem Guten trennen."

Leitgedanke für den neuen Vorsteher - Ein Gärtner geht im Garten, wo 1000 Blumen blühen

Nach den anschließenden liturgischen Teilen des Gottesdienstes richtete Apostel Zisowski seine Ansprache an Priester Kabuth: "Du bist erbeten, um zukünftig der Gemeinde als Vorsteher voran zu gehen. Ich gebe dir für dein Wirken einen Leitgedanken mit. In einem Lied heißt es, ein Gärtner geht im Garten, wo 1000 Blumen blühen, sie alle treu zu warten, ist einzig sein Bemühen (Gesangbuch Lied 230). Dieses Bild will ich auf dein Wirken übertragen. So unterschiedlich wie die 1000 Blumen sind, so unterschiedlich sind auch die Schwestern und Brüder in der Gemeinde. Und wenn du nach dem Bild in diesem Lied der Gärtner für den Gemeindegarten bist, ist es dein Auftrag, sie  a l l e , egal wie jeder einzelne ist, denkt und handelt, zu pflegen."

Anschließend übertrug er Priester Kabuth diesen Führungsauftrag und erbat dazu von Gott seinen allzeitigen Segen.

Viele nahmen nach dem Gottesdienst Gelegenheit, Daniel Kabuth ihre guten Wünsche für seine zukünftige Arbeit als Vorsteher der Gemeinde auszusprechen.

13. Oktober 2019
Text: H. Manthey
Fotos: Jörg Reske

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