Am Sonntag, dem 15. November 2015, führte Apostel Wilhelm Hoyer in der Gemeinde Oberhausen-Schmachtendorf einen Nachmittagsgottesdienst durch. Im Verlauf des Gottesdienstes wurde einem Kleinkind das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet und ein Diakon aus der Gemeinde Duisburg-Walsum durch Umzug in diesem seelsorgerischen Amt für die Gemeinde Oberhausen-Schmachtendorf bestätigt.
Anteilnahme an Terroropfer in Paris
Gleich zu Beginn des Gottesdienstes ging Apostel Hoyer auf die erschütternden Ereignisse am Wochenende im Nachbarland Frankreich ein: "Wir alle stehen sprachlos, fassungslos und hilflos vor dem großen Leid, aber wir wollen aller voller Mitleid und Mitempfinden betend gedenken".
Wie wir im Miteinander leben sollen
Die nachfolgende Predigt stand unter dem Bibelwort aus Römer 12, Verse 13 und 14: "Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft. Segnet, die euch verfolgen, segnet und flucht nicht." Apostel Hoyer stellte drei Schwerpunkte heraus, die uns wissen lassen, wie man im Miteinander leben soll:
Drei Schwerpunkte
1. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an.
Als Menschen unvollkommen werden wir durch das Opfer Jesu Christi geheiligt.
Die Nöte und Bedürfnisse anderer Menschen sind nicht anders als die eigenen. Jeder Mensch benötigt Liebe und Fürsorge. Durch Teilen von Freude und Leid, in der Seelsorge und im Vergeben gegenüber dem Nächsten sind einige Beispiele gegeben, wie die Jesusworte "Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!" (Matthäus 7 Vers 12) zu leben sind.
2. Übt Gastfreundschaft.
Gastfreundschaft besteht darin, mit Fremden zu teilen. Fremder ist jeder. Auch wir sind für andere Fremde - mit anderer Herkunft, Kultur, Sprache, Hautfarbe. Das Bibelwort fordert auf, jeden gastfreundlich an- und aufzunehmen, so wie er ist. Ein markantes Beispiel wird in der Begebenheit der Bibel geschildert, in der Petrus erkennen musste, dass nicht nur die Judenchristen Zugang zum Heil im Herrn haben sollten, sondern ebenso alle Heiden. Gott macht keine Unterschiede!
3. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht.
Was nützt es, dem Leid zuzufügen, der uns Leid angetan hat? Jesus hat den Auftrag gegeben, das Böse zu überwinden. Er selbst hat für seine Peiniger gebetet, indem er bedachte, dass sie nicht wussten, was sie taten.
Kindergesang begeisterte
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch Chorgesang mit Klavier- oder Orgelbegleitung umrahmt. Die Kinder der Gemeinde ließen zu Beginn des Gottesdienstes den Funken auf die Anwesenden überspringen, indem sie lauthals und mit Begeisterung das Lied "Laudato si - sei gepriesen, du Herr" vortrugen.
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