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Lasset eure Liebesflammen lodern auf den Heiland zu – Pfingstgottesdienst in Oberhausen-Schmachtendorf

 

In der Gemeinde Oberhausen-Schmachtendorf hatte der diesjährige Pfingstgottesdienst eine besondere Ausprägung. Die Kinder übernahmen nämlich zu Pfingsten die Dienste, die sonst von den Diakonen durchgeführt werden und noch viel mehr…

Pfingstrosen, Tauben und ein besonderes Herz

Einige Kinder gestalteten bereits am Samstag den Blumenschmuck mit. Neben Pfingstrosen und einem Herz mit der Aufschrift „Lasset Eure Liebesflammen lodern auf den Heiland zu“ zierten Tauben als Zeichen des Heiligen Geistes den Altar. Die Kinder der Gemeinde hatten im Vorfeld auf die Tauben geschrieben, was sie mit Pfingsten verbinden. Viele Gedanken wurden hier niedergeschrieben – u. a. als Schlagworte „Liebe“ und „Frieden“.

„Guten Morgen und ein gesegnetes Pfingstfest“

Gibt es etwas Schöneres, als am Pfingstsonntag von kleinen Geschwistern herzlich begrüßt zu werden? Mit strahlenden Augen empfingen die Kinder die Gottesdienstbesucher direkt am Eingang und an der Tür zum Kirchenschiff. Schön, dass Du da bist!

Die Legende von der Pfingstrose

Warum hat die Pfingstrose eigentlich keine Stacheln? Weil Gott – und nur Gott! – der Rose sinnbildlich für den Tod den Stachel genommen hat, als sein Sohn für alle Menschen am Kreuz den Opfertod gestorben ist. Diese Erklärung entstammt der Legende von der Pfingstrose, die einleitend zum Gottesdienst von Finja zu Gehör gebracht wurde. Nach dieser Lesung wurde es ganz still in der Kirche.

Lesung und Lieder – auch das können schon die Kinder

Jule – eine Konfirmandin aus diesem Jahr – trug den doch sehr schwierigen Lesungstext unfallfrei vor. Kinder und Gemeindechor brachten vor und nach der Lesung schöne Liedvorträge zu Gehör und auch im Gottesdienst blieben die Kinder musikalisch nicht untätig. „Laudato si“ und „Ins Wasser fällt ein Stein“ klang es mit Klavierbegleitung und setzte schon einige schöne Impulse für den Gottesdienst.

Du bist Gottes Eigentum und somit Teil der Gemeinde

Eine Kernaussage des Pfingstgottesdienstes war: „Du bist versiegelt und somit Gottes Eigentum!“. „Das,“ so Vorsteher Jens Wojtusch, „soll aber nicht heißen, dass wir in einem Knechtschaftsverhältnis stehen. Es soll heißen: Du bist Eigentum Gottes und damit Teil der großen Familie in dieser Gemeinde.“ Und wie wohl sich an diesem Morgen alle in dieser Gemeinde fühlten, konnte man schon an den leuchtenden Kinder- und Erwachsenenaugen sehen. Schön, Eigentum zu sein!

Ins Wasser fällt ein Stein – niemand kann die Kreise aufhalten

Diakon Jörg Stemmert ging in seiner Co-Predigt auf das Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ ein. Den Gottesdienstteilnehmern sei eine Aufgabe mitgegeben worden – die frohe Botschaft weiterzutragen. Manchmal sei es nicht so einfach, davon zu erzählen. Er ermutigte aber die Geschwister: „Doch! Einfach sagen, was wir erlebt haben. Dann wird viel bewegt. Und wenn jemand kommt, wenn das Wasser einmal in Bewegung geraten ist, und will es verhindern – dann ist das einfach nicht möglich.“

Was für ein wunderbarer Tag und du bist da

Zum Abschluss des Gottesdienstes sangen die Kinder das Lied „Was für ein wunderbarer Tag und du bist da“. Die Geschwister stimmten alle mit ein und das Lied drückte letztendlich aus, was die allgemeine Stimmung in der Gemeinde an diesem ganz besonderen Pfingstfest war:

Ich bin so froh und ich bin da!

20. Mai 2018
Text: Diana Radzeweit
Fotos: Tanja Simon-Glitz, Jörg Stemmert

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