Auf ein besonderes Wochenende blicken die Glaubensgeschwister der Gemeinde Kirchhellen zurück: Anlässlich ihres Gemeindejubiläums fand am Samstag, dem 30. September 2023 ein Fest und am darauffolgenden Sonntag, dem 01. Oktober 2023 der diesjährige Erntedankgottesdienst statt.
Ein großes Schild über dem Eingang der Kirche hieß alle Gemeindemitglieder, Gäste, Freunde und ehemalige Kirchhellener willkommen, die gekommen waren, um das Jubiläum zu feiern. Monate der Planung und Organisation wurden endlich in die Realität umgesetzt. Dank des tollen Wetters konnte das Fest draußen stattfinden.
Gemeindefest
Fleißige Helferinnen und Helfer trafen sich schon morgens, um das Kirchengelände für das Gemeindefest vorzubereiten. Mit Luftballons, Girlanden und Blumenarrangements wurde geschmückt, Tische und Bänke wurden aufgestellt und die Grills vorbereitet.
Gemeindevorsteher Helmut Schiwy eröffnete am Mittag mit einem Gebet das Fest und das Buffet bestehend aus Grillgut, Brötchen und vielen mitgebrachten Salaten und Kuchen.
In der Kirche waren große Plakate aufgehängt, die Bilder der vergangenen Jahrzehnte zeigen. Mit Nostalgie erinnerten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gemeindefests an die abgebildeten Ereignisse.
Großen Spaß hatten alle Altersgruppen mit dem Schwungtuch und den damit einhergehenden Spielen. Die Kinder konnten aus Zeitungspapier, Farben und Schmucksteinen Hüte basteln oder mit Bällen spielen.
Mehrere Ereignisse am Sonntag
Mehrere Ereignisse kamen am Sonntag zusammen: Zum einen wurde der 60-jährige Jubiläumsgottesdienst gefeiert. Gleichzeitig war an diesem Sonntag das Erntedankfest, weshalb der Altar mit vielen wunderbaren Gaben geschmückt war. Zudem jährte sich die Ordination des Dienstleiters, Bezirksvorsteher Priester Jens Wojtusch, welche am 01. Oktober 1997 in Kirchhellen stattfand, zum 26. Mal.
Vor dem Gottesdienst wurden die Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer durch eine Geschichte auf das Erntedankfest vorbereitet. Das Bibelwort war aus Psalm 116,12: „Wie soll ich dem HERRN vergelten all seine Wohltat, die er an mir tut?“
Wohltaten Gottes
Die Wohltaten Gottes sind nicht immer offensichtlich, aber sie sind da. Es bedarf nicht immer eines teuren Geschenkes oder Ähnlichem, um Dankbarkeit auszulösen. Manchmal reichen ganz kleine Dinge, die nicht viel kosten. Als Beispiel nannte der Bezirksvorsteher ein Glas Wasser, wenn man sehr durstig ist. Es ist nicht viel, aber in dem Moment, in dem man es braucht, ist es „riesengroß“.
Weitere Wohltaten sind der Glaube, die Gemeinschaft und die Seele. Auch der Frieden ist eine große Wohltat: Frieden untereinander, der Friede des Auferstandenen, also Jesus Christus, und die Kraft, den Frieden weiterzutragen.
„Wer denken kann, kann auch danken“
Um Gott für die Wohltaten zu danken, kann beispielsweise ein Stück der großen Liebe weitergegeben werden, die Gott einem jeden Menschen schenkt. Der Bezirksvorsteher gab der Gemeinde mit auf den Weg, über die Wohltaten nachzudenken, sie zu erkennen und daran zu glauben, sie im Herzen zu tragen und sich darüber auszutauschen.
„Wer denken kann, kann auch danken“, zitierte er den ehemaligen Stammapostel Richard Fehr und appellierte an die Gemeinde, Gott für all die Wohltaten zu danken, mögen sie noch so klein sein.
Diakon Jörg Rahnenführer ging in seiner Predigtzugabe auf das gemeinsam gesungene Lied Nr. 373 „Herr, mein Leben, es sei dein“ ein. In diesem Lied sind Möglichkeiten geschrieben, wie alle Gottes Wohltaten verdenken können. Er stellte die Frage, inwiefern die einzelnen Glaubensgeschwister sich in dem Lied wiederfinden und ob dies nur sonntags geschieht oder an jedem Tag.
„Wir haben für sehr viel Grund zu danken“, sagte Vorsteher Helmut Schiwy in einer weiteren Predigtzugabe. Die Saat und die Ernte sind genauso da, wie der Regenbogen weiter erscheint. So wie Gott mit dem Regenbogen ein Zeichen seines Bundes mit den Menschen gesetzt hat, werden sich auch seine anderen Verheißungen erfüllen.
Entschuldigung
Vorsteher Schiwy blickte auch auf den vorherigen Tag des Festes zurück, an dem er mit vielen Gästen Gespräche führen durfte. In diesem Gottesdienst nutzte er die Möglichkeit, sich für die Dinge zu entschuldigen, die in der Vergangenheit nicht gut gelaufen sind und bei denen Menschen verletzt wurden und sich von der Kirche abgewandt haben.
Er regte dazu an, die Ereignisse nicht zu vergessen aber zu vergeben. Ein jeder Gast sei eingeladen, diesen Jubiläumsgottesdienst und die Entschuldigung als Anlass für einen Neustart zu nehmen.
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