Die ungeplante Aktion: Zum Kindersonntag trafen sich am 14. Januar 2024 alle Kinder und Eltern unseres Bezirkes in der Gemeinde Duisburg-Fahrn.
Beim Betreten des Kirchengebäudes wurde bemerkt: Es ist richtig kalt!
Die Heizung war nicht angesprungen.
Was konnte jetzt getan werden? Um die kleinen und großen Glaubensgeschwister auf andere Gemeinden zu verteilen, fehlte die Zeit. Schnell war eine Alternative gefunden. Die Gemeinde Duisburg-Fahrn verfügt über einen großen Nebenraum. Dieser sollte nun in dieser besonderen Situation als Kirchenschiff dienen.
Zunächst wurde die Heizung in Gang gebracht. Dann packten alle packten mit an, denn Tische wollten abgebaut und jede Menge Stühle aufgebaut werden. Bei dieser Aktion wurde es schon allen ein wenig wärmer. Viele Hände, ein schnelles Ende!
Der Gottesdienst, den Bezirksvorsteher Priester Jens Wojtusch leitete, konnte pünktlich beginnen.
Nach dem Eingangsgebet las der Bezirksvorsteher das Leitwort für den Gottesdienst vor. Es stand in Johannes 13,15: „Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.“
Aus dem Textwort
Priester Wojtusch erzählte über die Begebenheit zu diesem Textwort.
Jesus hielt Einzug in Jerusalem. Er versammelte sich mit seinen Jüngern in einem Raum. Jesus wusste bereits, was in der nahen Zukunft passieren wird. Er wusste, dass er verraten und auch gekreuzigt wird. Trotzdem erfüllte er einen niedrigen Dienst und wusch seinen Jüngern die Füße. Auch Judas, der ihn verraten wird.
Er diente seinen Jüngern! Er wurde aktiv!
Auch die Teilnehmer dieses Gottesdienstes sind an diesem Sonntag aktiv geworden. Alle haben mit angefasst und umgeräumt. Jeder diente dem anderen und setzte, ohne es zu wissen, das Textwort in die Tat um.
Die geplante Aktion
Vor dem Altar waren viele unbeschriftete Schachteln aufgestapelt. Der Dienstleiter forderte die Kinder auf, eine Schachtel zu ergreifen und darauf zu schreiben, was man selbst unter dem Begriff „Dienen“ versteht.
Die Kinder notierten Begriffe, wie zum Beispiel trösten, für andere beten, im Haushalt helfen, einkaufen gehen und viele mehr.
Priester Wojtusch ging auf das Geschriebene ein und erklärte, dass jeder gläubige Christ dienen kann, indem er sich einem anderen Menschen zuwendet. Man dient dem himmlischen Vater, indem man seinen Willen tut und weitergibt.
Die Co-Predigt
In einem weiteren Predigtteil erzählte Priester Ralf Olschewsky von seiner Oma. Diese verwendete oft das Sprichwort: „Vieles kannst du, will‘s die Pflicht, alles kannst du, will‘s die Liebe“ .
Was bedeutet das Sprichwort? Priester Olschewsky gab ein Beispiel: Ein Kind bittet ein anderes, ihm ein Getränk zu holen. Das andere Kind erwidert: „Ich bin doch nicht dein Diener oder dein Sklave!“
Fehlt die Liebe, tut man Dinge nicht gerne. Ist die Liebe vorhanden, macht man das Gewünschte mit Leichtigkeit und Freunde und tut oftmals auch noch mehr.
Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl
Bezirksevangelist Thomas Cittrich wies darauf hin, dass das Leben Jesus ein einziges Dienen war.
Er wurde in einem Stall geboren, in eine Krippe gelegt, die „ungeladenen Gäste“, waren die Hirten. Seine Eltern, Maria und Josef, hatten sich das sicher anders vorgestellt. Doch schon hier diente Jesus, indem er den Hirten eine so große Freude machte, dass diese das Erlebte weitererzählten. Sie wurden aktiv.
Vor seinem Tod diente Jesus allen. Im Garten Gethsemane bat er seinen Vater: „Lass sie eins sein“ und durch seinen Tod am Kreuz machte er den Weg frei, dass jeder die Sündenvergebung erleben darf.
Nach dem Gottesdienst
Alle Gottesdienstteilnehmer stärkten sich mit Brötchen und Würstchen, frischem Obst und Gemüse. Auch Kaltgetränke, Kaffee und Tee standen zur Verfügung.
Im Anschluss an die Pause versammelten sich die Kinder noch zum Religions- und Konfirmandenunterricht.
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