Am Sonntag, dem 16. November 2025 fand nachmittags im Seniorenzentrum „Gute Hoffnung“ in Oberhausen ein Gottesdienst mit Bezirksapostel Stefan Pöschel statt. Die Gemeinde Oberhausen-Sterkrade sowie zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses nahmen daran teil. Begleitet wurde der Bezirksapostel von Apostel Thorsten Zisowski und Bischof Manfred Bruns, der im kommenden Februar in den Ruhestand treten wird.
Für den Gottesdienst legte er ein Bibelwort aus Psalm 71,18 zugrunde. Dort heißt es: „Auch verlass mich nicht, Gott, im Alter, wenn ich grau werde, bis ich deine Macht verkündige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen.“
Zu Beginn lenkte Bezirksapostel Pöschel den Blick auf die Bedeutung des Sonntags als Tag des Herrn. Christen feiern an diesem Tag bewusst die Auferstehung Jesu Christi und bekennen ihre Zugehörigkeit zu Christus. Anschließend nahm er Bezug auf das vom Chor vorgetragene Lied „Ich hab‘ dich je und je geliebt“, welches die Erwählung Gottes „vor Grundlegung der Welt“ thematisiert.
Der Bezirksapostel übertrug diese Gedanken auf das heutige Glaubensleben:
Menschen begegnen unterschiedlichen Herausforderungen – in der Schule, im Berufsleben oder im Alter. Der Glaube kann dabei helfen, Veränderungen mit innerer Ruhe anzunehmen. Gott bewahrt nicht grundsätzlich vor belastenden Situationen, begleitet aber durch sie hindurch. Er verwies auf Stammapostel i.R. Wilhelm Leber, der oftmals von der Glaubensgelassenheit sprach.
Auftrag an kommende Generationen
Eingehend auf das Bibelwort hob Bezirksapostel Pöschel hervor, dass der 71. Psalm eine Rückschau König Davids auf sein Leben darstellt. David beschreibt Gottes Begleitung von der Jugend bis ins Alter und bekennt, dass Gott auch in schwierigen Lebensphasen an seiner Seite geblieben ist.
Ein Schwerpunkt lag auf dem Vers, in dem David davon spricht, Gottes Macht „Kindeskindern“ zu verkündigen. Daraus leitete der Bezirksapostel einen Auftrag für die heutige Gemeinde ab: Glaubenserfahrungen sollen weitergegeben werden – insbesondere an nachfolgende Generationen. Dabei geht es nicht um theoretische Belehrung, sondern um das Weitergeben dessen, was man selbst im Glauben erlebt hat.
Gottes Macht zeigt sich in Liebe, Gnade und Annahme
Gottes Macht zeigt sich nicht in Strenge, sondern in Liebe, Gnade und Annahme. Jeder Mensch ist von Gott geliebt, auch wenn er an sich selbst zweifelt. Bezirksapostel Pöschel ermutigte dazu, im Familienkreis und untereinander von eigenen Erlebnissen mit Gott zu erzählen, um Glauben für kommende Generationen erlebbar zu machen.
Der Heiland sorgt für dich!
In seinem Predigtbeitrag knüpfte Bischof Bruns an den Gedankengang Pöschels an. Das Chorlied „Der Heiland sorgt für dich“ fasst die Zuversicht des Glaubens zusammen: Gott erwählt und begleitet seine Kinder. Dass Apostel und Amtsträger in die Gemeinden gesandt werden, sei ein Zeichen seiner Liebe.
Besonders ältere Glaubensgeschwister dürfen spüren, dass Gott sie an die Hand nimmt – auch wenn die Kräfte nachlassen. Die Begegnung mit Christus im Heiligen Abendmahl schenkt Kraft und innere Stärkung.
Mit einer persönlichen Erinnerung an eine ältere Witwe, die trotz vieler Herausforderungen sagen konnte: „Es liegt alles in Gottes Hand“, zeigte der Bischof, wie tragend Gottvertrauen sein kann.
Wir brauchen Gnade
Bezirksapostel Pöschel nahm den Faden wieder auf und lenkte den Blick auf die Bußhaltung. Wie David im Psalm weiß jeder Christ, dass er der Gnade Gottes bedarf. Der Bezirksapostel ermutigte dazu, Schuld offen vor Gott zu bekennen und um Vergebung zu bitten. Gottes Gnade wirkt heute genauso kraftvoll wie zu biblischen Zeiten. Schuld einzugestehen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern öffnet den Weg zu Vergebung und neuer Kraft.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlusssegen hatten alle die Gelegenheit, sich vom Bezirksapostel persönlich zu verabschieden.
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