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Aller guten Dinge sind drei

 

Der KiGo 10_14 (Kindergottesdienst für 10-14-jährige) hatte gleich mehrere Besonderheiten: Zum einen waren die Kinder aus den zwei Bezirken Essen und Ruhr-Emscher zusammen, zum anderen besuchte Bischof Manfred Bruns die Kinder und hielt den Gottesdienst für die gut vierzig Kinder und ihre Lehrerinnen und Lehrer. Und zum dritten war danach gemeinsame Freizeit mit Spiel und Spaß angesagt.

Aber zunächst der Gottesdienst: Bischof Bruns hielt ihn mit dem bekannten Bibelwort aus Lukas 10, Vers 27: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst."

Hier geht es um die größte und schönste Kraft, mit der es möglich ist, alle Gebote zu erfüllen: die Liebe zu Gott und zum Nächsten. Der Bischof stellte die Frage: "Warum sollen wir Gott und den Nächsten denn lieben und wie ist es möglich, die Gebote mit Liebe zu erfüllen?"

Drei gute Gründe, Gott zu lieben

Er nannte zunächst drei gute Gründe für uns Menschen, Gott über alles zu lieben:

1. Für alles, was Gott uns schenkt
Das ist soviel: Die Schöpfung mit ihren unzähligen Wundern, das Universum, das eigene Leben, Mama und Papa und vieles, vieles mehr.

2. Weil Gott so ist, wie er ist
Was zunächst theoretisch klingt, wird an dem Beispiel von Mama und Papa deutlich: Sie sind so, wie sie sind. Und genau deshalb lieben Kinder sie so sehr. Und wie ist denn Gott? Ganz einfach: So wie Jesus Christus! Als seine Jünger ihn baten, ihnen doch den Vater zu zeigen, ließ er alle wissen: "Wer mich sieht, der sieht den Vater!"

3. Weil wir immer bei Gott bleiben möchten
So wie Liebende sich fest vornehmen, ihr ganzes Leben zusammen zu bleiben, so möchten Menschen, die Gott lieben, auf ewig bei ihm bleiben.

Und die Liebe zum Nächsten...
...der so anders ist als wir, anders denkt, spricht und handelt? Für die Liebe zum Nächsten hat Jesus den Menschen eine praktische Regel gegeben: "Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!" (Matthäus 2, Vers 12.) Diese goldene Regel empfiehlt, dem Nächsten stets so zu begegnen, wie man es selbst auch gerne hätte. Und weil der Mensch sich selbst liebt und sich nur Gutes tun würde, erfüllt er damit das Gebot der Liebe gegenüber dem Nächsten.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles beendete Bischof Bruns den Gottesdienst mit Gebet.

Raus, raus, raus!

Danach gab es für die Kinder kein Halten mehr. Draußen schien die Sonne, der Grill lockte die Hungrigen an und Kinder wie Erwachsene tummelten sich beim Völkerball und Wikingerschach auf der Kirchenwiese. Die schrille Klingel des Eiswagens zu späterer Mittagszeit stoppte das bunte Spieltreiben abrupt. Alle Kinder rannten um die Wette, wer wohl als erster die süßen Eistüten erreichte. Es war genug für alle da. Auch für die "älteren Kinder", die genauso genüsslich an ihren Eistüten lutschten wie die Kleinen. Zum Abschluss kamen alle dann noch einmal im Kirchenraum zusammen und stellten gemeinsam fest, dass es ein toller Tag gewesen sei, der unbedingt wiederholt werden solle.

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1. Juni 2014
Text: H. M.
Fotos: H. M.

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