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Volles Haus - tolle Stimmung

 

Das zweite Nachbarschaftsfest in Oberhausen-Schmachtendorf war ein voller Erfolg. Bei vollem Haus und mit toller Stimmung stellten sich die fünf teilnehmenden Religionsgemeinden des Ortsteils den über 600 Besuchern vor.

Schon weit vor Beginn um 11:30 Uhr war die große Halle des Autohauses Köster an der Gabelstraße gut gefüllt. Über 500 Stühle waren aufgestellt; sie reichten nicht. Für die später Kommenden standen nur noch Stehplätze zur Verfügung.

Unter den beschwingt sakralen Tönen des Posaunenorchesters der evangelischen Kirche begann die Veranstaltung mit einer Film-Bildpräsentation "So schön ist Oberhausen". Pfarrer Thomas Levin von der evangelischen Kirche erläuterte das gewählte Veranstaltungsmotto:

"Suchet der Stadt Bestes" (Jeremia 29,7).

In dieser Zeile aus dem Jeremiabuch gehe es nicht um die Steine der Stadt, sondern um deren Menschen, so erläuterte er. Für sie das Beste zu suchen, hatten sich auch die Organisatoren der teilnehmenden Gemeinden vorgenommen. Das in allen Gemeinden erlebbare rege Gemeindeleben war dann anschließend der rote Faden, mit dem sich die Religionen vorstellten: "So schön ist es bei uns in der Gemeinde".

Die katholische, evangelische und die muslimische Gemeinde stellten sich mit Kindergesang, Dingsda-Rätseln, ökumenischen Fraueninitiativen und Filmbeiträgen vor. Bevor es mit der neuapostolischen Gemeinde im zweiten Block weiterging, wurde gemeinsam gesungen und für zwei besondere soziale Einrichtungen gesammelt.

"Klein, aber oho" - so stellte Bezirksevangelist Helmut Manthey dann die neuapostolische Gemeinde Schmachtendorf vor. Die Besucher staunten über die vielfältigen Aktivitäten, als Film- und Bildpräsentation sie einluden, eine Reise durch die Gemeinde zu machen.

Mit dem Hinweis "Was im nachbarschaftlichen Miteinander mit uns in der Vorbereitungsgruppe so schön und vielversprechend begonnen wurde, möge sich nun auch durch alle Gemeinden fortsetzen", kündigte er den anschließenden Chorbeitrag "Ins Wasser fällt ein Stein" an. In diesem Lied wird besungen, dass ein Stein, der ins Wasser fällt, weite Kreise ziehen, ein Funke zu einem hellen Licht werden und Gottes Liebe alle entzünden kann.

Und wie das geschehen soll, erläuterte Otmar van Meegen von der apostolischen Gemeinde anschließend. Nämlich: "Wir haben uns vorgenommen, dass wir in drei Jahren das nächste Nachbarschaftstreffen durchführen werden. Aber: Es sollen keine drei Jahre vergehen, bis wir
uns wiedersehen. Jede Gemeinde wird in diesem und in den nächsten Jahren einmal alle zu einem 'Nachbarschaftscafé' einladen. Da lernen wir uns nicht nur noch viel besser kennen, sondern mit Spenden für die angebotenen Büfetts wollen wir auch für den guten Zweck unseres Mottos sammeln 'Suchet der Stadt Bestes'".

Bevor die islamische Gemeinde für den 31. Mai dieses Jahres zum ersten Nachbarschaftscafé einlud, wurde das Schmachtendorfer Haus aus Mosaiken mit den farbigen Handabrücken aus allen Gemeinden gebaut. Unter Posaunenklängen verlagerte sich anschließend das Geschehen nach draußen und in den angeschlossenen Ausstellungsraum. Bei Grillwurst und mit erfrischenden Getränken ergaben sich noch bis in die Nachmittagsstunden manche Begegnungen und Gespräche.


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23. März 2014
Text: H. M.
Fotos: R. S.

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