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Was haben „Nord-Amerikanische Kundschafter"
mit dem Evangelium zu tun?

 

Am Sonntag, dem 8. Februar 2026, eröffnete Priester Ralf Olschewsky den Kindergottesdienst mit einem Leitwort aus Römer 1, Vers 16. Dort heißt es: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.“

Zu Beginn seiner Predigt stellte Priester Olschewsky den Kindern die Frage: „Habt ihr euch schon einmal geschämt?"

Zur Veranschaulichung erzählte er von einem Großvater mit mehreren Enkelkindern. Wenn dieser seine Enkel nach einem Besuch verabschiedete und ihnen von der Haustür aus ein lautes „Ich liebe euch!“ hinterherrief, antwortete der sechsjährige Enkel ebenso laut mit einem „Ich liebe dich!“.
Der zwölfjährige Enkel hingegen tat dies nicht mehr. Obwohl seine Liebe zum Großvater genauso groß ist, schämte er sich, diese öffentlich auf der Straße auszudrücken – es ist für ihn inzwischen „uncool“.

Das Evangelium - nach Gottes Wort handeln

Anschließend erklärte Priester Olschewsky den Kindern, was mit dem Evangelium gemeint ist: Die Lehre Jesu Christi – Gottes Wort. Sich nicht für das Evangelium zu schämen bedeutet, nach Gottes Willen zu handeln und die Lehre Jesu im Alltag umzusetzen.

Anhand der biblischen Begebenheit, in der ein Mensch wegen seines Fehlverhaltens öffentlich bloßgestellt und zur Steinigung verurteilt werden sollte, zeigte er auf, wie Jesus handelte. Mit den Worten „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“ bewirkte Jesus, dass alle Anwesenden von diesem Menschen abließen.

Priester Olschewsky fragte die Gottesdienstteilnehmer: „Wie verhalten wir uns, wenn wir sehen, dass ein Mitmensch angegriffen oder ausgegrenzt wird? Machen wir mit – oder helfen wir dem Betroffenen?“

Damit regte er Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Nachdenken an. Seine Predigt fasste er mit den Worten zusammen: „Das Evangelium Jesu zu leben bedeutet, auch einmal gegen den Strom zu schwimmen."

„Glaubenspower“ – Wie lange hält sie bei dir?

In seinem Predigtbeitrag berichtete Priester Klaus Janzen aus seiner eigenen Kindheit. Nach einem besonders begeisternden Kindergottesdienst war er voller „Power“ und montierte an sein Fahrrad eine Stange mit Fahne. Auf diese schrieb er die Buchstaben „NAK“.
Als er später gefragt wurde, wofür diese Abkürzung stehe, antwortete er nach kurzem Überlegen: „Nord-Amerikanische Kundschafter“.

Die anfängliche Begeisterung war verflogen. „Die Power war weg“, so Priester Janzen selbstkritisch. Im weiteren Verlauf stellte er jedoch fest, dass es nichts Negatives ist, offen über den eigenen Glauben zu sprechen und nach dem Evangelium zu handeln.

Mit dem Hinweis an die Kinder, dass Glaubwürdigkeit sich vor allem im eigenen Verhalten zeigt, schloss er seinen Predigtbeitrag.

Trau dich! Selbstbewusster Umgang mit dem Evangelium

Auch Priester Immanuel Laforce berichtete von einer Situation, in der er vor vielen Menschen über seine kirchlichen Aktivitäten sprach und sein ehrenamtliches Engagement mit Beifall gewürdigt wurde.
Er ermutigte zu einem selbstbewussten Umgang mit dem Evangelium. Dieses gilt für alle Menschen – und es ist nichts Verwerfliches daran, dem Nächsten offen und sichtbar Gutes zu tun.

Ausklang des Gottesdienstes

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles und dem traditionellen „Happy Birthday" klang der Gottesdienst bei einer kleinen Stärkung aus.

Anschließend begannen für die Kinder die Unterrichte.

8. Februar 2026
Text: Michael Engemann
Fotos: Florian Wiemann

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