Priester Immanuel Laforce diente zum Kindergottesdienst mit dem Wort aus 1. Mose 3,9: „Und Gott der Herr rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?“
Am Anfang ging Priester Immanuel Laforce auf das Eingangslied „Bis an der Welt Ende“ ein, das aus Matthäus 28,20 stammt („Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“). Er erklärte den Kindern, dass, auch wenn wir manchmal denken, alleine zu gehen, Jesus da ist und uns begleitet. Wichtig sei es auch, sich nicht mit den Taten des anderen zu schmücken und immer ehrlich zu sein.
Im Weiteren erläuterte Priester Laforce den Inhalt des Textworts so, dass es für die Kinder verständlich wurde. Es handelt sich um die Schöpfungsgeschichte und die damit verbundenen ersten Menschen namens Adam und Eva.
Adam heißt übersetzt „Mensch“ und Eva „Leben“. Durch den Sündenfall am Baum der Erkenntnis wurde den Menschen die Erbsünde auferlegt, wodurch sie ihre Unsterblichkeit verloren haben. Seitdem sind sie getrennt von Gott, weil sie aus dem Paradies geworfen wurden.
Priester Laforce fragte die Kinder, wo denn das Paradies sei. Er führte aus, dass es der Garten Eden ist, der im Osten gewesen sein soll. Durch die Verbannung bekamen Adam und Eva die gleichen Probleme, die wir auch heute noch haben: dass das Leben irgendwann endet und dass Arbeiten oft anstrengend ist.
Der Priester brachte den Kindern nahe, dass Sünde niemals aus einem Mangel entstehe, sondern immer aus der Begierde. Deshalb ist es wichtig zu erkennen, was man haben darf. Die Dankbarkeit stehe dabei an oberster Stelle.
Wo stehen wir?
Priester Immanuel Laforce wies auf das Bild der Milchstraße, das vor dem Altar stand, hin. Damit erklärte er, dass wir Gottes Größe und Allmacht nicht erfassen können. Wir alle sind kleine Punkte in seiner großen Schöpfung.
Ein Lichtjahr ist eine Wegeinheit, die 9,46 Billionen Kilometer beschreibt. Der nächste Nachbarstern unserer Sonne, so Priester Laforce, befinde sich 200 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Eine Strecke, die wir mit unserer heutigen Technik in 70.000 Jahren zurücklegen könnten. Er betont nochmals, dass diese Dimension für uns nicht fassbar und vorstellbar sei. Genauso unvorstellbar sei es auch, mit den Sünden, die uns vergeben werden.
Adam und Eva haben sich nach dem Sündenfall vor Gott versteckt, doch der Dienstleiter erklärte den Kindern, dass man sich nicht vor Gott verstecken kann. So wie Gott Adam fragte: „Wo bist du?“, fragt er uns, wo wir sind, wenn wir beispielsweise nicht beten.
Priester Immanuel Laforce betonte deutlich, dass wir einen Standpunkt einnehmen sollen. Wir sollen uns für Jesus Christus entscheiden. Gestärkt dadurch werden wir im Gottesdienst, im Wort Gottes und durch unsere Eltern. Wir sollen uns nicht verstecken, sondern einen Standpunkt im Werk Gottes einnehmen.
Gott hat dich lieb!
In seiner Co-Predigt erzählte Priester Michael Engemann eine Geschichte: Kinder essen von einem Kirschbaum, vor ihnen ist ein Schild auf dem steht „Gott petzt nicht“.
Priester Engemann zeigte auf, dass Gott den Menschen vermisst hat, weshalb er nach ihm rief („Wo bist du?“). Außerdem wies er darauf hin, dass Gott uns nicht kontrolliert. Er will, dass wir alle zu ihm finden, deshalb sorgt er für uns.
Nach dem Gottesdienst und einer kleinen Stärkung fanden der Religions- und Konfirmandenunterricht statt.
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