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Mit Gott hoffnungsvoll in die Zukunft

 

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Bibelwort aus Jeremia 29,11: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“

Priester Immanuel Laforce leitete den Gottesdienst und griff gleich zu Beginn aktuelle Ereignisse auf: Der Sieg der deutschen Mannschaft am Vortag sorgte für Freude und machte spürbar, wie sehr Hoffnung und Zuversicht Menschen bewegen können.
Priester Immanuel nahm die Gemeinde dann mit auf eine Reise in die Zukunft. Er sprach über Wünsche, Träume und Lebenspläne. Gerade Kinder und Jugendliche stehen an Weggabelungen: der Wechsel auf die weiterführende Schule, die Frage nach dem späteren Beruf oder die ersten Vorstellungen vom eigenen Leben.
Für einige Kinder endet nun auch der Religionsunterricht, und der Konfirmandenunterricht beginnt – ein neuer Lebensabschnitt öffnet seine Türen.

Wo stehst du in zehn Jahren?

Die Kinder hatten Karten ausgefüllt und beschrieben, wo sie sich in zehn Jahren sehen. Ihre Antworten zeichneten ein buntes Bild: Tierärztin, Polizist, Chemiker, Kosmetikerin, Rennfahrer, Baseballspieler oder Fußballprofi beim BVB. Andere träumen von einem eigenen Haus, einer Familie, einer Ausbildung, einem Studium oder einfach von einem glücklichen Leben.
Dabei zeigte sich, mit welcher Offenheit und Hoffnung Kinder in die Zukunft blicken. Sie entdecken Möglichkeiten, wo Erwachsene oft zuerst Hindernisse sehen. Ihre Zuversicht leuchtet wie ein Vorbild für die Älteren.
Der Blick auf den Propheten Jeremia führte zurück in eine Zeit voller Unsicherheit. Die Menschen im Exil fragten sich, ob Gott sie verlassen hatte. Doch mitten in ihre Sorgen hinein spricht Jeremia von Gottes Gedanken des Friedens und der Hoffnung. Gott eröffnet Zukunft, selbst dort, wo Menschen nur Grenzen sehen.
Auch Jesus stellte Kinder in die Mitte. Ihr Vertrauen und ihre Offenheit weisen bis heute den Weg des Glaubens. Diese kindliche Zuversicht soll Menschen durch alle Lebensphasen begleiten.

„Meinen Frieden gebe ich euch"

Auch Jesus stellte Kinder in die Mitte. Ihr Vertrauen und ihre Offenheit weisen bis heute den Weg des Glaubens. Diese kindliche Zuversicht soll Menschen durch alle Lebensphasen begleiten.
Im weiteren Verlauf rückte das Thema Frieden in den Mittelpunkt. Jesus sagt: „Euren Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ Menschlicher Frieden kann zerbrechen – durch Streit, Missverständnisse oder Enttäuschungen. Gottes Frieden dagegen trägt wie ein festes Fundament und schenkt Hoffnung und Zuversicht, heute und über dieses Leben hinaus.
Das Lied „Ich bin bei euch alle Tage“ nahm diese Zusage auf. Das Leben erscheint manchmal wie eine Schatzsuche: Unbekannte Wege machen manchmal Angst, doch Gott geht Schritt für Schritt mit. Herausforderungen in der Schule oder im Alltag gehören dazu und können Menschen wachsen lassen. Die Kinder nannten verschiedene Ängste – vor Mathearbeiten, Hunden oder anderen schwierigen Situationen. Dabei wurde deutlich: Ängste gehören zum Leben. Rückschläge verschließen nicht den Weg, sondern öffnen oft neue Erfahrungen und Chancen.

Gott schenkt Hoffnung

In seiner Co-Predigt griff Michael Engemann das WM-Spiel Deutschlands gegen die Elfenbeinküste auf. Nach dem 0:1-Rückstand schien das Spiel zu kippen. Doch der Trainer hielt an der Hoffnung fest und setzte auf den eingewechselten Spieler Deniz Undav. Er vertraute darauf, dass sich das Blatt noch wenden würde – und tatsächlich gelang Deutschland am Ende der Sieg.
Dieses Beispiel machte anschaulich, was Hoffnung bedeutet: auf einen guten Ausgang zu vertrauen, obwohl er noch nicht sichtbar ist. So wie Mannschaften mit Zuversicht in ein Turnier starten, dürfen auch Menschen ihren Lebensweg hoffnungsvoll gehen.
Dabei wurde deutlich, dass sich nicht jeder Wunsch genauso erfüllt, wie Menschen es sich vorstellen. Dennoch bleibt Gottes Zusage bestehen: Er geht mit, begleitet und schenkt Hoffnung und Zukunft.
Vor dem Abendmahl griff Immanuel Laforce die Botschaft des Bibelwortes noch einmal auf. Beim Heiligen Abendmahl erhält jeder eine Hostie als Zeichen der Erwartung und der Hoffnung auf die Wiederkunft Jesu. Wir als Christen dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Zusage Bestand hat und dass er sie begleitet, bis sich seine Verheißungen erfüllen.
Nach dem Bußlied „Aus Gottes guten Händen“ feierte die Gemeinde gemeinsam das Heilige Abendmahl.
Zum Abschluss erklang das traditionelle Geburtstagslied für alle, die seit dem letzten Kindergottesdienst Geburtstag hatten.
Der Gottesdienst machte deutlich: Gottes Frieden, Hoffnung und Vertrauen tragen Menschen durch alle Lebensphasen und ermutigen dazu, mutig in die Zukunft zu gehen.

 

21. Juni 2026
Text: Daniela Wiescher
Fotos: Florian Wiemann

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