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Festgottesdienst mit Apostel Zisowski

 

Apostel Thorsten Zisowski leitete den Festgottesdienst am Sonntag, 19. 09.2021, zur Feier des 100jährigen Bestehens der Gemeinde Oberhausen-Schmachtendorf. Er wurde von Bischof Bruns, Bezirksvorsteher Wojtusch und dessen Stellvertretern, dem Bezirksältesten Schiwy und dem Bezirksevangelisten Cittrich, begleitet. In diesem Gottesdienst wurde auch Priester Lichtenberg nach 29 Jahren seiner Tätigkeit in der Gemeinde in den verdienten Ruhestand versetzt.

Apostel Zisowski verwendete als Leitwort für den Gottesdienst in der festlich geschmückten Kirche den Vers 19 aus 2. Petrus – Kapitel 1:
„Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint in einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.“

Zu Beginn des Gottesdienstes stellte Apostel Zisowski den Bezug zwischen dem prophetischen Wort und dem Licht Gottes her, das durch Gottes Liebe auf die Erde kam. Dieses Licht führt den, der daran glaubt durch das irdische Leben und stellt ein Angebot dar, der Dunkelheit der Sünde zu entfliehen. Durch den Opfertod Jesu wurde dies ermöglich und alle Menschen haben die Möglichkeit, davon zu profitieren.

„Was bedeutet das Wandeln in der Dunkelheit?“ Diese Frage stellte Apostel Zisowski an die Anwesenden und gab auch die Antwort dazu: Der Verlust der Orientierung und das Risiko, dass eine Sünde der anderen folgt, so wie bei einer Kettenreaktion. „Bleibt im Licht und verliert den Blick für den Anderen nicht!“ Dabei führt das Licht Gottes in sein Werk.

Der Glaube an Gottes Wort gibt Kraft und entzündet das „Glaubenslicht“ im dunkel. Wer auf Gottes Wort hört, das sich dadurch auszeichnet, dass es nicht laut ist, sondern sanft und leise, hat die Möglichkeit sich selbst zu betrachten. Und damit verbunden ist die Chance, die eigenen Fehler zu korrigieren.

Von der Helligkeit des göttlichen Lichts geht Wärme aus, die im Herzen zu spüren ist. Diese Wärme im Herzen und das gemeinsame Gotterleben ist ein Grund dafür, dass die Gemeinde Schmachtendorf das Jubiläum des 100jährigen Bestehens feiern kann.

Nach dem musikalischen Zwischenspiel trat Priester Franz-Hermann Lichtenberg – vom Apostel darum gebeten – an den Altar. Mit einem einfachen Beispiel aus dem täglichen Leben beschrieb Priester Lichtenberg wie gut es ist, wenn wir uns im Licht bewegen können. Dadurch wird so manches „Anecken“ verhindert. Nicht nur an Gegenständen, sondern auch im Umgang mit unserem Mitmenschen. Gott reicht jedem Menschen die Hand, um ihn zu begleiten und zu bewahren. Es liegt in der Entscheidung des Einzelnen, diese „Hand‘“ zu ergreifen und festzuhalten.

Bischof Bruns wurde nach einem weiteren musikalischen Zwischenspiel von Apostel Zisowski an den Altar gebeten, um einen Beitrag zu Predigt zu leisten. In seinem Predigtbeitrag unterstrich Bischof Bruns, dass Gott allen Menschen seine Liebe, seine Hilfe und die Wegweisung durch sein Wort anbietet. „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.““ heißt es in Psalm 119, Vers 105. Wer also diesem Licht folgt, geht auf einem sicheren Weg.

Nachdem Apostel Zisowski wieder an den Altar getreten war, beschrieb er an dem Beispiel der Wandllung der Gesinnung von Saulus (verdeutlicht durch das bekannte Sprichwort "... vom Saulus zum Paulus werden ..."), welche Macht von dem göttlichen Licht ausgeht. „Arbeite an dir selbst, um dich zu entwickeln“, empfahl er den Gottesdienstteilnehmern.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bat Apostel Zisowski Priester Lichtenberg zu sich an den Altar. In einem Rückblick auf die 29jährige Amtszeit – davon 24 Jahre als Priester – fasste er die zahlreichen Aktivitäten von Priester Lichtenberg zusammen. Zusätzlich zu der seelsorgerischen Tätigkeit brachte er sich mit großem Engagement im weiten Rahmen bei der Organisation von kirchlichen Aktivitäten ein. Als Beispiele nannte Apostel Zisowski die zeitintensive Mitarbeit beim Europäischen und Internationalen Jugendtag. Und auch der „grüne Daumen“, den Priester Lichtenberg hat und den er bei der Pflege der Kirchenanlage nutzte, wurde genannt.

Für all dieses und die vielen Dingen, die unerwähnt blieben, dankte Apostel Zisowski von ganzem Herzen Priester Lichtenberg. Danach entband er ihn von den Amtsaufgaben und wünschte ihm für die Zeit im Ruhestand viel Segen und alles Gute.

Als einen Abschiedsgruß überreichte Priester Stemmert danach einen Blumenstrauß und Priester Arnold einen Präsentkorb mit ausgesuchten Weinen.

Der Gottesdienst endete mit Gebet und Schlusssegen.

 

Aber das war noch nicht alles. Gemeindevorsteher Müller bat die Anwesenden ihn vor die Tür zu begleiten, denn dort fanden weitere Aktivitäten anlässlich des 100jährigen Jubiläums statt.

Zusammen mit Bezirksvorsteher Wojtusch, der bis Juni 2021 Vorsteher der Gemeinde Schmachtendorf war, pflanzte er einen Baum auf der Rasenfläche neben dem Kirchenportal. Als Zeichen für das 100jährige Jubiläum sollten dann 100 Ballons aufsteigen, was allerdings aufgrund der Windverhältnis für einige Ballons an der nächsten Hauswand oder Regenrinne endete. Die Freude an diesem Ereignis war den Teilnehmern anzusehen und man nutzte die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Apostel und den ihn begleitenden Amtsträger.

19. September 2021
Text: M. Bremer
Fotos: Inga Dander

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