Am Mittwoch, den 19.10.2022, feierte Bezirksapostel Rainer Storck den Gottesdienst mit allen Bottroper Gemeinden in der Kirche an der Eichenstraße 44 mit dem Wort aus 2. Korinther 5, Vers 7 „Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen“. Der Gottesdienst wurde für gehörgeschädigte Gottesdienstteilnehmer simultan in die Gebärdensprache übersetzt.
Zu Beginn des Gottesdienstes ging Bezirksapostel Storck auf die verschiedenen eingeladenen Gruppen ein. Besonderes Augenmerk legte er auf die Gruppe der Glaubensgeschwister in besonderen Lebenssituationen. Dazu zählen Schwerstkranke, Einsame, die am Boden liegen und keine Kraft mehr haben, die Angst haben, die vom Leben Gezeichneten, eben alle die, die Schicksalsschläge erleiden mussten. Manchem sieht man es an, manchem aber auch nicht. Diese alle brauchen besondere Kräfte.
Wenn man an den barmherzigen Samariter denkt, hat er, ohne groß zu überlegen oder zu fragen, einfach geholfen. Es jammerte ihn, als er den Halbtoten sah. Jammert es uns auch, wenn wir jemanden in besonderen Lebenslagen sehen? Schauen wir noch hin und helfen? Nehmen wir uns noch die Zeit dafür? Hinschauen, Zeit haben und helfen, das ist christliche Nächstenliebe.
Abraham glaubte unerschütterlich, dass seine Nachkommen so viele wie Sand am Meer oder Sterne am Himmel sein werden. So wurde es ihm verheißen. Als er seinen einzigen Sohn opfern sollte, hat er trotzdem nicht aufgehört zu glauben, dass die Verheißung erfüllt wird.
Priester Dieter Meinerzhagen ging in seinem Predigtbeitrag darauf ein, dass es eine besondere Macht und Kraft aus dem Gebet gibt, wenn wir um Hilfe, Kraft, Trost und Glauben bitten. Das Jahresmotto lautet doch: „Gemeinsam in Christus“. Schaut mehr nach den Gemeinsamkeiten als nach dem Trennenden.
Apostel Thorsten Zisowski bereitete auf die Feier des Heiligen Abendmahles vor und zitierte eine Passage aus dem Lied Nr. 133 des neuapostolischen Gesangbuches „mehr liebende Wehmut für anderer Schuld“. Die Frage der Schuld sollte nicht mehr im Raum stehen, wir sollen vergeben. Die Gnade Gottes ist unverdiente Liebe.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles wurden mit Priester Dieter Meinerzhagen und Diakon Gerhard Schlink insgesamt 80 Amtsjahre in den Ruhestand verabschiedet. Beiden wurde der Dank für ihre lange Tätigkeit übermittelt. Priester Meinerzhagen wurde aufgrund seines großen Einsatzes in vielfältiger Hinsicht auch als Vollblut-Christ bezeichnet.
Nach Schlussgebet und Segen bedankte sich eine Abordnung des Arbeitskreises Christlicher Kirchen (ACK) mit Sprecher Pfarrer Klaus Göke (Vorsitzender des ACK Bottrop) bei Priester Meinerzhagen für die langjährige Zusammenarbeit in dem Arbeitskreis und wies dabei auf verschiedene Aktivitäten und Projekte hin, in denen sich Dieter Meinerzhagen eingebracht hat. Er wird auch weiterhin seinen Platz im ACK ausfüllen.
Zum Abschluss erfreute der Gemeindechor die Anwesenden mit dem Lied „Das ist ein köstliches Ding, danken dem Herrn“.
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