Voller Freude kam am Samstag, dem 30. Mai 2026, die Festgemeinde zusammen, um gemeinsam den Traugottesdienst von Katrin und Hendrick Neumann zu erleben. Der Gottesdienst wurde sowohl von dem Chor als auch von dem Frauenchor der Gemeinde musikalisch begleitet.
Im Mittelpunkt des Traugottesdienstes stand das Wort aus Matthäus 6,21: „Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.". Zu Beginn des Gottesdienstes stellte der Gemeindevorsteher Priester Simon zunächst die Frage in den Raum, was dieser „Schatz" denn sei. Seine Antwort war: das Wertvolle in unserem Leben, die Liebe, die Beziehung und Partnerschaft, alles das, was dem Leben Tiefe und Erfüllung gibt. Das „Herz" steht dabei für unsere Gefühle, unsere Zuneigung und unsere ganze Lebenskraft. Es sei ein Geschenk Gottes, wenn zwei Menschen genau diesen Schatz im anderen finden.
Priester Simon eröffnete, dass materielle Sicherheit zwar wichtig sein mag, doch entscheidend sei, woran unser Herz wirklich hängt. Passend dazu griff Priester Simon ein Zitat aus dem Kinderbuch „Der kleine Prinz" auf: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
Im Vorfeld des Traugottesdienstes hatte der Vorsteher dem Brautpaar unabhängig voneinander die Frage „Was schätzt ihr an dem anderen?" gestellt.
Priester Simon lenkte dann den Blick auf diese Schätze ihrer Partnerschaft und Ehe, die sich in gegenseitiger Wertschätzung und Verständnis, ihre Treue zueinander sowie dem Vertrauen und beständiger Vergebungsbereitschaft zeigten.
Sich dieser Schätze im anderen und in der göttlichen Begleitung immer wieder bewusst zu werden und Gott als Dritten im Bunde anzunehmen, sei nun die Aufgabe des Brautpaares. Aus dem göttlichen Segen erwachse auch die Fähigkeit, diese Schätze zu pflegen und weiter auszubauen.
Der Segen Gottes sei dabei mehr als ein Moment, vielmehr ein Versprechen und eine besondere Kraft, die in die Zukunft weist.
Liebe, so Priester Simon, will im Alltag gelebt werden: einander Raum geben, sich immer wieder auch mit Ecken und Kanten anzunehmen, miteinander im Gespräch zu bleiben und beständig aufeinander zu zugehen. Eine Strophe aus dem Lied, dass sich das Brautpaar zur Vorbereitung der Segensspendung gewünscht hatte, bringt es auf den Punkt: „Willst du geliebet sein, liebe zuerst."
Im Anschluss bekräftigten Katrin und Hendrik ihr Eheversprechen jeweils mit einem „Ja" vor Gott und der Festgemeinde. Danach spendete ihnen Priester Simon den Segen Gottes zu ihrem Ehebund. Nach der Segnung wurde der Traugottesdienst mit dem Vaterunser und Gebet abgeschlossen.
Anschließend an den Traugottesdienst lud das Brautpaar die Festgemeinde noch zu einem Beisammensein bei Kaffee und Kuchen ein, welches von guten Gesprächen und vielen persönlichen Glück- und Segenswünschen für das Brautpaar begleitet wurde.
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