Bezirksapostel Stefan Pöschel hielt am 9. September 2026 den Gottesdienst in Bottrop-Mitte. Zusätzlich spendete er Bezirksvorsteher Priester Jens Wojtusch und seiner Frau Diakonin Christiane den Segen zu ihrer Silberhochzeit.
Zu diesem Festgottesdienst waren die Gemeinden Bottrop-Boy und Bottrop-Kirchhellen sowie alle Bezirksbeauftragten eingeladen. Der Gottesdienst wurde in die Gemeinden des Bezirks Ruhr-West per IP-TV übertragen .
25 Jahre unter Gottes Schutzschirm
In diesem Gottesdienst empfingen Diakonin Christiane und Bezirksvorsteher Jens Wojtusch den Segen zu ihrer Silberhochzeit. Bezirksapostel Stefan Pöschel ging in seiner Ansprache auf die Dankbarkeit ein, die beide füreinander haben. Dankbarkeit füreinander, für die Treue und das Einstehen füreinander. Sie sind ihren Weg 25 Jahre zusammen gegangen, durch Tage voller Glück aber auch durch Sorgen. Diese 25 Jahre sind eine Wegmarke, Gott bleibt auch weiterhin, so der Bezirksapostel.
Für ihren weiteren Glaubens- und Lebensweg gab er dem Jubelpaar das Bibelwort mit aus Psalm 91,1.2: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“
Sie sollen sich immer daran erinnern, dass Gott bei ihnen ist, auch dann, wenn sein Schutzschirm nicht alles von einem abhält.
Das geknickte Rohr und der glimmende Docht
Zur Grundlage des Gottesdienstes diente das Bibelwort aus Jesaja 42,3: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.“
Bezirksapostel Pöschel erklärte, dass Schilfrohr ein damaliges Baumaterial war. Es wurde immer in einer bestimmten Länge gebraucht, die als Maßstab diente. Wenn ein Rohr brach, hatte man keine Verwendung mehr dafür. Der glimmende Docht war der letzte Teil einer Öllampe, bevor sie erlosch.
Das Bibelwort richtet sich an die Gemeinde Israels, welche es nicht leicht hatte: von den Gegnern geschlagen worden, Menschen in babylonischer Gefangenschaft und Jerusalem inklusive des Tempels zerstört. Sie fühlten sich sinnbildlich wie das geknickte Rohr oder der glimmende Docht. Gott wollte durch den Propheten Jesaja Trost spenden.
Jesus der Tröster
Übertragen in die heutige Zeit bedeutet das: „Wenn jemand nicht funktioniert, (...) dann wird man auch häufig an die Seite gelegt und taugt nichts mehr. Gott macht das nicht.“ Gott hat Jesus Christus auf die Erde geschickt, um Trost und Orientierung zu geben.
Der Bezirksapostel erinnerte an die Treue Jesu und seine Liebe zu allen Menschen. Er sei derjenige, der neues Öl zur Lampe bringt, damit sie wieder brennen kann; derjenige, der uns aufrichtet, wenn eine Situation und „knickt“.
Gott ist da!
Apostel Thorsten Zisowski ging in seiner Predigtzugabe auf das Lied der Sängerinnen und Sänger ein, indem es heißt: „Gott ist da!“. Er ermunterte, an dieser Gewissheit festzuhalten, auch wenn das Leben gerade einem geknickten Rohr oder einem glimmenden Docht gleicht: „Das geknickte Rohr bleibt geknickt, aber Gott ist da. Du wirst es fühlen.“
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